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Labor · Thema

Wie aus Unterlagen etwas Auffindbares wird

Drei Abläufe mit demselben Anfang und verschiedenem Ende. Der erste bringt ein Dokument dorthin, wo es hingehört. Der zweite führt weiter, bis man den Bestand fragen kann. Der dritte lässt alles liegen, wo es liegt, und legt das Auffindbare daneben.

Die drei Versuche haben drei verschiedene Herkünfte, und das steht unter jeder Zeichnung: der erste ist ein Aufbauschema und keine bestimmte Anlage, der zweite ist aus unserer Produktbeschreibung abgeleitet. Der dritte ist aus dem Quelltext von k2aabgeleitet — knowledge to action, unserem eigenen Wissensdienst. Der Name ist das Programm: aus einem Bestand, den niemand mehr überblickt, soll etwas werden, mit dem man arbeiten kann. Der Versuch zeigt, was davon tatsächlich dasteht, mitsamt der Einstellung, die den Unterschied macht. k2a ist in geschlossener Erprobung — hier läuft etwas, bevor es fertig ist. Mehr davon steht auf dem eigenen Blatt Werkzeug.

Isometrische Illustration: eine Lupe schwebt über einem Stapel Dokumente, ein einzelnes Dokument hebt sich leicht heraus und ist als Fund markiert.

Versuch 1

Ein Dokument wird gelesen, geprüft und liegt danach richtig

Gescanntes und Zugeschicktes landet in einem Eingang: Rechnungen, Lieferscheine, Verträge, in unterschiedlichen Formaten und Qualitäten.

VorbereitenTexterkennungKontrolleEinordnenAnreichernAuslesenMerkmalePrüfenAblageUmwandelnProtokollArchiv

Quelle Aufbauschema einer Dokumentenverarbeitung — keine bestimmte Anlage

In der Zeichnung Aufbereiten, Text erkennen, einordnen, auslesen — parallel dazu die Kontrolle und die Anreicherung mit Merkmalen. Erst nach der Prüfung geht es in Ablage und Archiv.
Woraus die Zeichnung gebaut ist

Was der Versuch nicht zeigt: nichts über Erkennungsgüte, Formatabdeckung oder Durchsatz.

Alle zwölf Bausteine und alle dreizehn Verbindungen des Datensatzes sind gezeichnet; geändert sind nur die Namen — aus Werkzeugbezeichnungen werden Rollen. Ein Halt zur Freigabe durch Menschen ist hier ausdrücklich NICHT eingezeichnet: der Datensatz führt keinen.

Versuch 2

Vertrauliche Dokumente werden durchsuchbar, ohne dass sie auf fremde Server kopiert werden

In einem Ordner liegen Verträge, Berichte und Protokolle aus Jahren; wer etwas sucht, fragt Kollegen oder blättert selbst.

OrdnerErkennenEinordnenEntitätenMENSCHFreigabeIndexFrageSucheAntwortFundstelle

Quelle Aus unserer Produktbeschreibung abgeleitet — was das Produkt leisten soll Ein Halt zur Freigabe durch Menschen: Freigabe

In der Zeichnung Die Dateien werden eingelesen, erkannt und eingeordnet; in den durchsuchbaren Bestand geht erst, was ein Mensch freigegeben hat. Die Frage kommt von der anderen Seite dazu.
Woraus die Zeichnung gebaut ist

Was der Versuch nicht zeigt: nichts über Trefferqualität, Umfang des Bestands oder Antwortzeit.

Die Stationen sind aus dem Abschnitt Wissenslebenszyklus der Produktbeschreibung abgeleitet, nichts ist hinzuerfunden. Die Zeichnung enthält keine Station außerhalb der eigenen Infrastruktur.

Was dabei technisch möglich ist und was nicht, steht auf der Produktseite.

Versuch 3

Ein bestehender Ordner wird durchsuchbar, ohne dass darin etwas bewegt wird

Ein gewachsener Ordner auf einem Rechner oder einer Freigabe: Angebote, Protokolle, Notizen, Quelltext, Exporte aus mehreren Jahren. Ihn umzuräumen traut sich niemand — an den Pfaden hängen Verknüpfungen, Skripte und Gewohnheiten. Gezeichnet ist k2a — knowledge to action —, unser eigener Wissensdienst, noch in geschlossener Erprobung.

OrdnerDurchsehenAbgleichAuslesenWortindexÄhnlichkeitWeicheFeste FundeVorschlägeMENSCHDurchsichtWissensnetzFundstelle

Quelle Aus dem Quelltext von k2a (knowledge to action) abgeleitet — unserem Wissensdienst in geschlossener Erprobung Ein Halt zur Durchsicht durch Menschen: Durchsicht

In der Zeichnung Der Ordner wird durchgesehen, angefasst wird nur, was sich geändert hat. Aus dem gelesenen Text entstehen nebeneinander ein Wortindex, ein Ähnlichkeitsvergleich und — über die Weiche — zwei Arten von Funden: feste, die sofort gelten, und vorgeschlagene, die bis zur Durchsicht unsichtbar bleiben.
Woraus die Zeichnung gebaut ist

Was der Versuch nicht zeigt: nichts über Dauer, Menge, Trefferqualität oder Formatabdeckung — und nicht, wo das Modell steht, das die Vorschläge macht: seine Adresse wird in k2a eingetragen und kann im Haus oder außerhalb liegen.

Die Stationen sind aus dem Quelltext von k2a abgeleitet, nicht aus seiner Beschreibung; wo beide auseinandergingen, gilt der Quelltext. Verdichtet ist dreierlei: die Warteschlangen zwischen den Stationen sind Transport und keine Station; Zerlegen, Rechnen und Ablegen des Ähnlichkeitsmaßes stehen als ein Kasten; und die beiden Wege, auf denen Funde ohne Modell entstehen — feste Regeln und die Struktur von Quelltext — stehen zusammen als „Feste Funde“. Nicht gezeichnet ist der Schritt, der aus Treffern einen formulierten Antwortsatz macht: der braucht ein Sprachmodell, und die Zeichnung endet deshalb an der Fundstelle.

Der Unterschied zum Versuch darüber steht in der Zeichnung: dort wartet das Dokument auf eine Freigabe, bevor es auffindbar wird. Hier ist es sofort auffindbar — auf einen Menschen wartet allein das, was eine Maschine daraus geschlossen hat. Bis er es annimmt, bleibt es unsichtbar, und eine Suche danach liefert nichts. Was zwischen Vorschläge, Durchsicht und Wissensnetz genau passiert, ist ein eigener Versuch: Ein Vorschlag zählt erst nach der Durchsicht.

Anders als die beiden Versuche darüber stammt dieser nicht aus einem beschreibenden Datensatz dieser Website, sondern aus dem Quelltext eines Werkzeugs, das wir selbst bauen und selbst benutzen. k2a ist in geschlossener Erprobung: der Quellcode ist nicht öffentlich, es gibt keine Fassung zum Herunterladen, und mehrere Bausteine sind noch nicht gebaut. Wir setzen es auf eigenen Beständen ein — nicht auf Kundenbeständen.

Ein Schema, eine Absicht, ein gebautes Werkzeug
Die drei Versuche dieser Seite haben drei verschiedene Herkünfte, und das steht unter jeder Zeichnung: der erste ist ein Aufbauschema und keine bestimmte Anlage; der zweite ist aus unserer Produktbeschreibung abgeleitet und zeigt, was das Produkt leisten soll; der dritte ist aus dem Quelltext von k2a abgeleitet, das wir selbst bauen und selbst benutzen — in geschlossener Erprobung und nicht öffentlich verfügbar. Auf dieser Seite selbst wird nichts verarbeitet, k2a läuft ausschliesslich auf eigenen Beständen, und gezeichnet ist überall nur die Mechanik, in Rollennamen.

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Welcher Bestand wäre bei Ihnen der erste?

Ein begrenzter Dokumentenkorpus reicht für den Anfang; woran Freigabe und Fundstelle im Einzelnen hängen, zeigt sich erst an echten Unterlagen.

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